Christus – in uns begraben

Eingetragen bei: Aktuelles, Worte des Pfarrers | 0

Von Simeon dem Neuen Theologen (Συμεὼν ὁ Νέος Θεολόγος; 949–1022 AD)

 

Laßt uns schauen und sorgfältig untersuchen, was das Geheimnis der Auferstehung Christi unseres Gottes ist, das zu allen Zeiten sich mystisch in uns vollzieht, wenn wir willens sind.

 

Laßt uns untersuchen, wie Christus in uns wie in einem Grabmal begraben wird und wie Er Sich Selbst mit unseren Seelen vereinigt und aufersteht, uns mit Ihm auferstehen lassend…

 

Christus unser Gott wurde ans Kreuz gehängt und nachdem Er daran angenagelt wurde für die Sünde der Welt und den Tod gekostet hatte, stieg Er hinab in die tiefsten Tiefen des Hades.

 

Er kam aus dem Hades zurück in Seinen eigenen unbefleckten Leib, von dem Seine Gottheit in keiner Weise getrennt gewesen war, als Er dorthin hinabstieg, und zugleich stand Er von den Toten auf.

 

Danach fuhr Er zum Himmel auf mit großer Herrlichkeit und Kraft.

 

Da wir nun die Welt verlassen haben und in das Grab der Buße und der Demütigung eingetreten sind, indem wir den Leiden des Herrn angeglichen werden, kommt Er selbst auf genau dieselbe Weise vom Himmel herunter und tritt ein in unseren Leib wie in ein Grab.

 

Er vereint sich mit unseren Seelen und läßt sie auferstehen, obwohl sie anerkanntermaßen tot waren, und dann gewährt er dem, der so mit Christus auferweckt wurde, die Herrlichkeit Seiner mystischen Auferstehung zu schauen.

 

Christi Auferstehung ist unsere Auferstehung, die Auferstehung von uns, die wir in Sünde darniederliegen.

 

Er, der niemals in Sünde gefallen ist, wie geschrieben steht, noch eine Änderung Seiner eigenen Herrlichkeit erlitt, wie wird Er jemals auferweckt oder verherrlicht werden, da Er doch immer auf höchste Weise verherrlicht ist und derselbe bleibt „weit über allen Mächten und Gewalten“?

 

Wie gesagt wurde, sind Christi Auferstehung und Seine Herrlichkeit unsere Herrlichkeit, welche in uns verwirklicht wird, enthüllt wird und von uns geschaut wird durch Seine Auferstehung.

 

Da Er angenommen hat, was unser ist, schreibt Er das, was Er in uns bewirkt, Sich Selbst zu.

 

Die Auferstehung der Seele ist Einheit mit dem Leben.

 

Genau wie der Leib tot ist und nicht leben oder lebend genannt werden kann, wenn er nicht die lebendige Seele in sich empfängt, wenngleich ohne Vermischung, so kann auch die Seele nicht leben, wenn sie nicht auf unaussprechliche Weise und ohne Verwirrung Gott vereint ist, der wahrhaft ewiges LEBEN ist.

 

 

 

Privatübersetzung aus dem Englischen. Engl. Übersetzung von hier: http://www.johnsanidopoulos.com/2017/04/how-christ-buries-himself-in-us-in.html