Auf wen sollen wir hören?

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Auf wen sollen wir hören?

„Die Wahrheit ist symphonisch“ (und kein Unisono), schrieb der große Theologe Hans Urs von Balthasar. In der Kirche gab es immer viele Stimmen in einer legitimen Pluralität. Doch wenn Bischöfe und sogar Kardinäle in wichtigen Glaubensfragen diametral entgegengesetzte Meinungen vertreten, dann haben wir es nicht mehr mit einer Symphonie, sondern mit einem kakophonischen Durcheinander zu tun. Die Verwirrung ist groß.

Beispiel: Auf das Glaubensmanifest von Gerhard Kardinal Müller folgt die Antwort darauf von Walter Kardinal Kasper.

Wo hören wir als einfache Gläubige die Stimme des Guten Hirten (vgl. Joh 10,5) und die der Kirche als der „Säule und Grundfeste der Wahrheit“ (1 Tim 3, 15)?

In diesen Tagen vor Pfingsten beten wir besonders um die Gaben des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist, der der „Geist der Wahrheit“ (Joh 16, 13) ist, wird uns helfen, die Geister zu unterscheiden und die Wahrheit im Stimmengewirr unserer Zeit zu erkennen und Ihr zu folgen.

In der Firmung wurden wir gesalbt und mit den Gaben des Heiligen Geistes gestärkt.

„Was aber euch anbelangt, so bleibt die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, in euch, und ihr habt nicht nötig, daß euch jemand belehrt. Wie euch seine Salbung über alles belehrt, so ist es wahr und keine Lüge. Bleibt in ihm, wie er euch gelehrt hat.“ (1 Joh 2, 27)

Chr. Sperling, Pfr.

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