Verkündigung des Herrn – 25. März 2026

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Hl. Irenäus von Lyon, Adv. haeres. Lib. V, cap XIX.

„Offenkundig betrat darum der Herr sein Eigentum, und seine eigene Schöpfung, die von ihm getragen wird, trug ihn. Er rekapitulierte den Ungehorsam, der sich am Holz abgespielt hatte, durch den Gehorsam am Holz. Jene Verführung, durch die jene Jungfrau ganz übel verführt worden war, die schon für einen Mann bestimmt war, die Jungfrau Eva, hob er auf durch die Wahrheit, die der Jungfrau Maria, die (ebenfalls) schon einem Mann anvertraut war, als glückliche Nachricht verkündet wurde. Denn wie die eine durch die Rede eines Engels dazu verführt wurde, daß sie sich von Gott durch Übertretung seines Wortes absetzen sollte, so erhielt auch die andere durch die Rede eines Engels die Kunde, daß sie Gott tragen solle, gehorsam gegen sein Wort. Und wie die eine zum Ungehorsam gegen Gott verführt wurde, so beherzigte diese den Rat, Gott zu gehorchen, damit die Jungfrau Maria Anwältin der Jungfrau Eva würde. Und wie das Menschengeschlecht durch eine Jungfrau in den Tod verstrickt wurde, so wird es durch eine Jungfrau (daraus) befreit, indem der Ungehorsam der Jungfrau durch den Gehorsam der Jungfrau gleichmäßig aufgewogen wurde.

Und übrigens erhielt die Sünde des Erstgeschaffenen ihre Korrektur durch das rechte Leben des Erstgezeugten; die Klugheit der Schlange wurde durch die Einfalt der Taube besiegt; gelöst aber wurden jene Bande, durch die wir in den Tod verstrickt waren.

(Fontes Christiani, Irenäus, Gegen die Häresien V, Heder, S. 153f)